Sport und Berufsleben

Was sagen Auszubildende und Ausbilder?

Du kannst dir grundsätzlich eine Ausbildung in einem leistungssportfreundlichen Betrieb gut vorstellen. Jetzt würde es Dich aber noch interessieren, was andere Nachwuchstalente für Erfahrungen gemacht haben? Oder was Ausbilder dazu sagen?

 

Klicke dich durch die Kurzinterviews und erfahre mehr.

Laura Bieri

Schülerin

Alter: 17
Wohnort: Gerlafingen
Schule I Klasse: KSSO I W14s
Sportart: Handball
Bisherige Erfolge: Aufstieg Nati A Saison 16/17, Vize-Schweizermeister Juniorinnen U17E Saison 15/16

Warum hast Du Dich für eine Sportklasse entschieden?

Damit ich Sport und Schule unter einen Hut bringen kann.

Wie sieht Deine Woche aus? Wann trainierst Du, wann gehst Du zur Schule?

Dienstag und Donnerstag habe ich Morgentraining. An vier Abenden trainiere ich mit der Mannschaft. Zusätzlich besuche ich an zwei Nachmittagen den Kraftraum.

Was sind Deine grössten Herausforderungen im Alltag? Und wer hilft Dir dabei, diese zu bewältigen?

Die Fahrt zu den verschiedenen Trainingsorten und Aufträge für die Schule rechtzeitig fertig zu haben. Meine wichtigste Unterstützung ist die Familie.

Welche Vorteile/Hilfestellungen und Trainingsangebote geniesst Du besonders?

Am Donnerstagmorgen bin ich für die Schule dispensiert, damit ich das Training im RLZ Bern besuchen kann.

Was ist Dein sportlicher Traum?

Mein Traum ist es, für die Schweizer Nationalmannschaft zu spielen.

Was machst Du, wenn Du mit der Schule fertig bist?

Sicher werde ich sportlich weitermachen. Beruflich habe ich mich noch nicht festgelegt. Ich interessiere mich für Physiotherapie, Ernährungswissenschaft und Kriminologie.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Dass man gut strukturiert arbeitet und seinen Plan verfolgt.

Valerio Zbinden

Schüler

Alter: 15 Jahre
Wohnort: Lengnau/BE
Klasse I Schule: Schützenmatt I TFK 14
Sportart: Fussball (Torhüter)
Bisherige Erfolge: 5. Platz beim Nike-Cup in Zürich; Aufgebot von YB U-16 für Probetraining

Warum hast Du Dich für eine Sportklasse entschieden?

Ich wollte mehr Zeit in den Sport investieren. Die TFK ermöglicht mir gezielte Trainingsfenster.

Wie sieht Deine Woche aus? Wann trainierst Du, wann gehst Du zur Schule?

Ich trainiere 6-mal in der Woche plus Match am Wochenende. Trainings davon finden 2-mal am Morgen, jeweils am Dienstag und Donnerstag statt. Die volle Trainingsanzahl kann ich allerdings nur besuchen, wenn mein Notendurchschnitt stimmt. Es wird im Sport wie auch in der Schule Leistung gefordert.

Was sind Deine grössten Herausforderungen im Alltag? Und wer hilft Dir dabei, diese zu bewältigen?

Eine grosse Herausforderung ist es, immer alles zu organisieren und zu planen. Meine Eltern unterstützen mich dabei.

Welche Vorteile/Hilfestellungen und Trainingsangebote geniesst Du besonders?

Am Morgen spezifisch zu trainieren, ist ein grosses Privileg. Ich schätze auch das spezielle Goalietraining in meinem Fall. Ich kann jede Spielsituation gezielt trainieren und bin so bestens vorbereitet. Mein Goalietrainer hat jahrelange Erfahrung und ich kann so viel von ihm profitieren.

Was ist Dein sportlicher Traum?

In eine Super League Mannschaft zu kommen.

Was machst Du, wenn Du mit der Schule fertig bist?

Eine Ausbildung als Informatiker bei der Post.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Um Spitzensport zu betreiben, muss man im Kopf sehr bereit sein. Man benötigt Geduld, Ausdauer und einen grossen Willen. Man muss bereit sein, immer an sich zu arbeiten und besser werden zu wollen.

Angela Suma

Schülerin

Alter: 14 Jahre
Wohnort: Bettlach
Schule I Klasse: Schützenmatt I TFK 15
Sportart: Ballett/Tanz
Bisherige Erfolge: Höchstmögliche Note beim Examen von der Russian Ballet Association; Arbeit mit der Kompanie des Russischen Nationalballetts; erfolgreiches Bestehen der Aufnahmeprüfung der Tanz Akademie Zürich an der Zürcher Hochschule der Künste

Warum hast Du Dich für eine Sportklasse entschieden?

Ich habe einen speziellen Stundenplan und Unterstützung bei meinen speziellen Trainingszeiten benötigt, damit sich Schule und Training vertragen konnten.

Wie sieht Deine Woche aus? Wann trainierst Du, wann gehst Du zur Schule?

Ich gehe am Morgen immer in die Schule und komme am Dienstag und am Donnerstag noch früher als alle anderen, um verpassten Stoff nachzuholen oder um vorzuarbeiten. Am Mittag fahre ich dann jeden Tag nach Zürich und mache im Zug Hausaufgaben und lerne. Am Nachmittag habe ich täglich etwa vier Stunden Training. Dazu kommt noch Selbststudium, das ich jeden Tag nach dem Training absolviere um besser zu werden.

Was sind Deine grössten Herausforderungen im Alltag? Und wer hilft Dir dabei, diese zu bewältigen?

Natürlich ist es schwer, Schule und Ballett zu kombinieren. Es erfordert viel Belastbarkeit, Arbeit und Konzentration. Aber ich habe eine unglaubliche Mutter, die mir in jeder Situation hilft und immer für mich da ist. Sie unterstützt mich jederzeit und steht immer hinter mir. Ausserdem sind meine Lehrer in der Schule und in der Tanz Akademie Zürich sehr  erfahren und hilfsbereit. Sie helfen mir bei jedem Problem und sind gut in der Lösungssuche.

Welche Vorteile/Hilfestellungen und Trainingsangebote geniesst Du besonders?

Am meisten geniesse ich die Möglichkeit, am Nachmittag ins Training gehen zu dürfen. Es ist zwar anstrengend, doch es zahlt sich aus.

Was ist Dein persönlicher Traum?

Ich möchte als Primaballerina die berühmtesten Bühnen der Welt betanzen. Ausserdem war es schon immer mein Traum, Primaballerina am Bolshoi Ballet zu werden. Das ist zwar ein hartes Stück Arbeit, doch ich nehme es in Kauf.

Was machst Du, wenn Du mit der Schule fertig bist?

Voraussichtlich mache ich meine EFZ Lehre als Bühnentänzerin in der Tanz Akademie Zürich sowie die gleichzeitige Berufsmatur.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Es heisst für mich, dass man einen Spitzensport betreibt, aber die Schule nicht vernachlässigt wird. Es ist sehr gut, dass das für Talente möglich ist, denn eine schulische Bildung ist trotz des Spitzensports extrem wichtig.

Gina Bortot

Schülerin

Alter: 17
Wohnort: Rüti b. Büren
Schule I Klasse: KSSO I W14s
Sportart: Karate
Bisherige Erfolge: Schweizermeisterin Kumite 2015, 2. Euro Grand-Prix 2016, 2. Europacup 2017

Warum hast Du Dich für eine Sportklasse entschieden?

Neben der schulischen Ausbildung wollte ich Spitzensport betreiben und habe mich deshalb für die Sportklasse entschieden.

Wie sieht Deine Woche aus? Wann trainierst Du, wann gehst Du zur Schule?

Ich gehe jeden Abend zwischen 1.5 bis 2 Stunden ins Training. Dienstag- und Donnerstagmorgen habe ich auch Training. Am Wochenende steht meistens ein Wettkampf oder Kadertraining auf dem Programm.

Was sind Deine grössten Herausforderungen im Alltag? Und wer hilft Dir dabei, diese zu bewältigen?

Die grösste Herausforderung ist es, Schule, Sport und Familie unter einen Hut zu bringen. Mein Umfeld spielt darum eine entscheidende Rolle, da sie mich regelmässig unterstützen.

Welche Vorteile/Hilfestellungen und Trainingsangebote geniesst Du besonders?

Am meisten geniesse ich, dass ich viel Zeit für den Sport habe. Ausserdem bietet die Sport- und Kulturklasse eine gute Beziehung zur Sports Academy, von der ich auch schon profitieren konnte.

Was ist Dein sportlicher Traum?

Ich möchte mich gern für eine WM oder EM qualifizieren. Mein absolut grösster Traum wäre es, an Olympischen Spielen teilnehmen zu können.

Was machst Du, wenn Du mit der Schule fertig bist?

Im Moment verfolge ich das Ziel, nach der Kantonsschule Medizin zu studieren. Am liebsten würde ich mich auf Neurobiologie spezialisieren

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Für mich heisst das, dass ich trotz den harten Trainings immer auf meinen Körper höre und in jedem Training meine Ziele vor Augen habe. Das Umfeld spielt dabei eine sehr wichtige Rolle.

Holger Scheib

Lehrer

Schule: Kantonsschule Solothurn
Funktion: Chemie-Lehrer

Was schätzen Sie am Lehrmodell der Academy besonders? Wo liegen Ihrer Meinung nach die Stärken? Wo liegen Vorteile zu privaten Sportschulen?

Die Schülerinnen und Schüler sind trotz ihres sportlichen Sonderstatus’ in einem regulären und vergleichbaren Ausbildungsweg eingebettet. Auch wenn es mit der grossen Sportlerkarriere nichts werden sollte, können sich die jungen Menschen auf ihre Ausbildung verlassen.

Was sind die größten Herausforderungen der Schüler? Und wie können Sie am allerbesten unterstützen?

Die Schülerinnen und Schüler haben zwei Eisen im Feuer. Das erfordert Organisation, Disziplin und die Fähigkeit, das Thema Sport in der Schule auch einmal ausblenden zu können. Aber auch umgekehrt.

Über welche Erfolge/Erfahrungen haben Sie sich besonders gefreut?

Mich freut es, wenn es Schülern gelingt, Sport und Schule unter einen Hut zu bekommen. Wenn dann die schulische und sportliche Leistung stimmt, dann freut mich das umso mehr.

Warum ist es so wichtig, dass es die Academy gibt? Wo sehen Sie Ihre wichtigste Aufgabe?

Für die Elite ist es ungemein wichtig, dass der Unterbau stimmt. Gerade im Alter zwischen 15 und 20 Jahren, beim Übergang von der obligatorischen Schulpflicht in die Sekundarschule II oder Berufslehre, sind die Dropout-Quoten im Sport sehr hoch. Die Academy gibt hier erfolgreich Gegensteuer.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Sie?

In Schule und Sport die angestrebten Ziele zu erreichen.

Vital Albin

Schüler

Alter: 19
Wohnort: Solothurn und Tersnaus
Schule I Klasse: KSSO I W13s
Sportart: MTB
Bisherige Erfolge: U19 Vize-Weltmeister in 2016

Warum hast Du Dich für eine Sportklasse entschieden?

Ich wollte neben der Schule mehr Zeit für den Sport haben.

Wie sieht Deine Woche aus? Wann trainierst Du, wann gehst Du zur Schule?

Oft habe ich am Montag Ruhetag. Dienstag und Donnerstag mache ich Intensivtraining am Morgen. Sonst bin ich am Nachmittags beim Training.

Was sind Deine grössten Herausforderungen im Alltag? Und wer hilft Dir dabei, diese zu bewältigen?

Meine grössten Herausforderungen sind die Trainings, Schule, Haushalt, Lernen und Bikepflege unter einen Hut zu bringen. Ich muss also meinen Tag gut strukturieren und diszipliniert vorgehen.

Welche Vorteile/Hilfestellungen und Trainingsangebote geniesst Du besonders?

Den Kraftraum der Sports Academy darf ich jederzeit kostenlos benutzen. Wenn ich ein Auto brauche, darf ich das Auto der Academy ausleihen.

Was ist Dein sportlicher Traum?

Ich möchte meinen Sport als Beruf ausüben und weltweit zu den Besten gehören.

Was machst Du, wenn Du mit der Schule fertig bist?

Ich werde das Militär, wenn möglich in Magglingen, absolvieren. Dann setze ich voll und ganz auf die Karte Sport.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Das heisst für mich langfristige Leistungssteigerung. Konkret: Nicht schon in jungen Jahren nur auf Resultate setzen, sondern die Entwicklung fördern

Melanie Mathys

Studentin

Alter: 23 Jahre
Sportart: Kanu
Schule I Klasse Kantonsschule I 2008-2013
Bisherige Erfolge Zweifache Junioren-Weltmeisterin, dreifache Junioren-Europameisterin, U23-Weltmeisterin 2015, Vize-Weltmeisterin 2013, 3. WM 2016, Gesamtweltcupsiegerin 2016, 3. EM 2017

Warum hast Du Dich für eine Sportklasse entschieden?

Ich wollte den Sport intensiver betreiben und dafür schien mir die Sportklasse die beste Option. Ausserdem wollte ich sowieso in die Kanti gehen, dass die Sportklasse ein Jahr länger dauert, war für mich kein Problem.

Wie sieht Deine Woche aus?

Momentan studiere ich Wirtschaft an der Universität Bern, wobei ich  bald den Bachelor abgeschlossen habe. Ich trainiere zweimal täglich, sechsmal die Woche. An einem Tag lege ich einen Ruhetag ein. Meist trainiere ich einmal am Morgen und einmal am Nachmittag/Abend. Die Vorlesungszeiten ändern bei mir jedes Semester.

Was sind Deine grössten Herausforderungen im Alltag? Und wer hilft Dir dabei, diese zu bewältigen?

Die grösste Herausforderung ist wahrscheinlich, die Ausbildung und den Sport unter einen Hut zu bekommen.

Welche Vorteile/Hilfestellungen und Trainingsangebote geniesst Du besonders?

Als ich noch in die Sportklasse ging, waren die Trainingsfenster am Morgen für mich eine grosse Hilfestellung. Durch die war es möglich, zwei Trainings am Tag zu machen. Dass wir in der Sportklasse der Kanti weniger Unterricht pro Woche hatten, als eine normale Klasse, war auch ein riesen Vorteil. So hatten wir mehr Zeit fürs Training. Ich bin froh, dass ich mich für diesen Weg entschieden habe.

Was ist Dein sportlicher Traum?

Ich möchte sicherlich noch den 1. Platz bei einem Grossanlass  der Elite holen. Bisher habe ich es erst auf den 2. oder 3. Platz geschafft. Schön wäre es, wenn ich es nächstes Jahr an der Heim-WM schaffen würde.

Was machst Du, wenn Du mit der Schule fertig bist?

Ich studiere momentan noch Wirtschaft an der Uni Bern im letzten Semester des Bachelors. Danach möchte ich auch gleich noch den Master abschliessen.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Dass man die Möglichkeit hat, neben dem Spitzensport auch noch eine Ausbildung zu machen.

Andrin Affolter

Schüler

Alter: 15 Jahre
Wohnort: Lohn-Ammannsegg
Klasse I Schule: Schützenmatt I TFK 14
Sportart: MTB
Bisherige Erfolge: U17 Nationalkader Saison 2017

Warum hast Du Dich für eine Sportklasse entschieden?

Damit ich mehr Zeit in den Sport investieren kann.

Wie sieht Deine Woche aus? Wann trainierst Du, wann gehst Du zur Schule?

Dienstags und donnerstags trainiere ich jeweils am Morgen im TFK-Training beim ehemaligen Chef Leistungssport Swiss Cycling, Roland Richner.

Am Mittwoch habe ich den ganzen Nachmittag frei. Wenn ich an den anderen Wochentagen nach der Schule trainieren will, hat dies ebenfalls im Zeitplan Platz, da ich höchstens bis 15.20 Uhr Unterricht habe.

Was sind Deine grössten Herausforderungen im Alltag? Und wer hilft Dir dabei, diese zu bewältigen?

Schule, Sport, Familie und Freunde nicht zu vernachlässigen. Meine Eltern und mein Bruder unterstützen mich, wenn ich sie brauche.

Welche Vorteile/Hilfestellungen und Trainingsangebote geniesst Du besonders?

Dass ich 2-mal am Morgen ein geleitetes Training habe. Ich lerne, was förderlich und was schädlich ist für mein Training. Dies habe ich nicht von der Schule gelernt, sondern von meinem Trainer. Nächstes Jahr werde ich viel alleine trainieren müssen, ich hoffe der Wille ist auch nächstes Jahr so gross wie in diesem Jahr.

Was machst Du, wenn Du mit der Schule fertig bist?

Ich absolviere eine Lehre als Zeichner, Fachrichtung Architektur, in Kriegstetten.
Mit der Sportlerlehre habe ich die Möglichkeit, weiterhin auf Spitzenniveau trainieren zu können.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Damit Spitzensport auf höchstem Niveau funktioniert, muss nicht nur das Training stimmen. Gesundheit, Ernährung, Material und Erholung sind ebenso wichtig. Das Management dieser Faktoren ist entscheidend, um an die Spitze zu kommen.

Robin Häfeli

Auszubildender Produktionsmechaniker EFZ

Alter: 16 Jahre
Wohnort: Langendorf
Unternehmen: Fraisa SA
Sportart: Kanu, Wildwasserrennsport
Bisherige Erfolge: Schweizermeister U16; Teilnahme an U18-Europameisterschaften

Was gefällt Dir an Deiner Lehrstelle besonders gut?

Die Möglichkeit zu einer Sportlerlehre; die interessante Fachrichtung innerhalb des Berufsfeldes «Produktionsmechaniker», die nicht überall angeboten wird; gute und strukturierte Arbeitsbedingungen.

Wie sieht bei Dir eine ganz normale Woche aus?

Montag: 7.00-16.00 Arbeit, 17.45-19.45 Training

Dienstag: 8.00-10.00 Training, anschl. 4h 15min Arbeit, 1h Training

Mittwoch: 7.30-17.15 Berufsschule, 18.00-20.00 Training

Donnerstag: 7.30-9.30 Training, anschl. 4h15min Arbeit, 17.45-19.45 Training

Freitag: 6.00-15.00 Arbeit, 16.00-18.00 Training

Samstag: Ruhetag

Sonntag: 2 Trainingseinheiten

Was ist für Dich die grösste Herausforderung?

Zeit fürs Lernen und genügend Erholung neben Arbeit und Training zu finden.

Was macht für Dich einen leistungssportfreundlichen Betrieb aus?

Der Arbeitgeber zeigt sich flexibel für meine speziellen Bedürfnisse und erkennt meine Leistungen im Sport an.

Was rätst Du einem Sportler/einer Sportlerin für die Lehrstellensuche?

Offen für mehrere Berufsrichtungen sein. In viele unterschiedliche Lehrbetriebe reinzuschnuppern. Die Betriebe proaktiv auf die Möglichkeit einer spitzensportfreundlichen Lehre anzusprechen.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Erfolg im Sport gelingt nur mit voller Leistungsbereitschaft meinerseits in allen Lebensbereichen und mit der Unterstützung meines Umfelds.

Andreas Marti

Ausbilder

Unternehmen: Fraisa SA
Funktion: Leiter Ausbildung / Lernende Technik

Warum so sportbegeistert? Warum und seit wann bietet Ihr spezielle Lehrstellen für Nachwuchstalente an?

Sport ist ein guter Ausgleich zum Arbeitsleben. Ich treibe selber Sport.
Robin war der erste Lernende, den wir mit diesem Modell angestellt haben. Wir wollten ihm eine Change geben. Wir sind überzeugt, dass er Berufslehre und Leistungssport aufeinander abstimmen kann.

Unterscheiden sich Leistungssportler von anderen Auszubildenden?

Es bestehen noch nicht viele Erfahrungswerte. Bei Robin ist mir aufgefallen, dass er einen grossen Durchhaltewillen besitzt, gewissenhaft arbeitet und sehr wissbegierig ist. Trotz des Drucks ist er immer aufgestellt.

Warum sollten noch viel mehr Betriebe bei dem Programm mitmachen? Wie würdet Ihr Eure Mehrwerte beschreiben?

Damit der Nachwuchs im Leistungssport gesichert bleibt.

Natürlich ist die Realisierbarkeit abhängig von Grösse, Infrastruktur und personellen Ressourcen. Nicht alle Lehrbetriebe haben diese Möglichkeit. Eine offene Kommunikation zwischen Lehrbetrieb, Trainern, Eltern und Lernendem hat die Zusammenarbeit erleichtert.

Ein Leistungssportler ist auch ein Vorbild für andere Lernende. Trotz vollem Terminplans ist es möglich Berufsschule, betriebliche Ausbildung, Ük’s und Sport zu vereinbaren.

Worauf kommt es Euch in einer Bewerbung an? Irgendwelche Tipps?

Auf folgende Punkte werden im Rekrutierungsverfahren geachtet:

  • Aussagekräftiges Motivationsschreiben
  • Gute Zeugnisnoten
  • Einwandfreies Arbeits- und Lernverhalten sowie Sozialverhalten
  • Spürbare Motivation während der Schnupperlehre
  • Gute Vorbereitung für das Vorstellungsgespräch – Bewerber hat sich mit der Firma auseinandergesetzt
  • Eignungstest soll ernst genommen werden

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Für die Zukunft gewappnet zu sein.

Marc Hirschi

Auszubildender zum Kaufmann

Alter: 18 Jahre
Wohnort: Ittigen
Arbeitgeber: Bund/Heer
Sportart: Rad Strasse
Bisherige Erfolge: Weltmeister Bahn/Madison

Warum hast Du Dich für diese Ausbildung entschieden?

Ich arbeite gerne am Computer und mag die Abwechslung des Berufes.  Zudem ist es ein grosser Vorteil, dass ich nach einer Gleitzeit-Regelung arbeiten kann.

Was gefällt Dir an Deiner Lehrstelle besonders gut?

Ich kann alle 6 Monate die Abteilung wechseln. Dies ermöglicht mir den Einblick in viele verschiedene Tätigkeiten und sorgt für eine schöne Abwechslung.

Wie sieht bei Dir eine ganz normale Woche aus?

In einer normalen Woche arbeite ich ca. 22h + einen Schultag mit ca. 8h.

Was ist für Dich die grösste Herausforderung?

Für mich ist die grösste Herausforderung alles unter einen Hut zu bringen, ohne dass der Sport oder die Lehre darunter leiden.

Was macht für Dich einen leistungssportfreundlichen Betrieb aus?

Viel Verständnis und Flexibilität. Und natürlich ein grosser Sport Fan!

Welche konkrete Unterstützung erhälst Du durch die Sports Academy?

Ich werde von Roland Richner in der Trainingsplanung, wie auch in allen anderen Aspekten des Sports unterstützt.

Was rätst Du einem Sportler/einer Sportlerin für die Lehrstellensuche?

Ich rate ihm einen Beruf auszuüben, der ihm gefällt, jedoch keine grosse körperliche Anstrengung mit sich bringt.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Gut vorauszuplanen, so dass man unnötigen Stress vermeidet und fokussiert arbeiten kann.

Gilles Nyffeler

Schüler

Alter: 14 Jahre
Wohnort: Lohn-Ammannsegg
Schule I Klasse: Schützenmatt I TFK 15
Sportart: Schwimmen
Bisherige Erfolge: 12. Platz in 100m Brust; Teilnahme an der Nachwuchsschweizermeisterschaft 2015 und 2016

Warum hast Du Dich für eine Sportklasse entschieden?

Ich wollte mich mehr aufs Schwimmen fokussieren und mehr trainieren. Das konnte mir die TFK ermöglichen.

Wie sieht Deine Woche aus? Wann trainierst Du, wann gehst Du zur Schule?

Ich trainiere 7x in der Woche im Wasser und 1x am Land. Dienstags und donnerstags kann ich die Morgentrainings besuchen, ansonsten habe ich ausser mittwochs Schule an jedem Nachmittag.

Was sind Deine grössten Herausforderungen im Alltag? Und wer hilft Dir dabei, diese zu bewältigen?

Eine grosse Herausforderung ist sicher, mit allen Aufgaben klar zu kommen. Ich bin sehr viel am trainieren. Da stehen die Hausaufgaben schon mal hinten an, aber die Schule unterstützt mich schon sehr, was das angeht.

Welche Vorteile/Hilfestellungen und Trainingsangebote geniesst Du besonders?

Die Morgentrainings sind schon ein grosser Vorteil. Das sind 2 x 2 Stunden mehr Wassertraining in der Woche.

Was ist Dein sportlicher Traum?

Mein Traum wäre, einmal bei einer EM oder WM mit zu schwimmen.

Was machst Du, wenn Du mit der Schule fertig bist?

Ich gehe nach der 9. Klasse für ein Austauschjahr nach Amerika, danach möchte ich eine Lehre machen oder die FMS absolvieren.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Dass man trotz des grossen Trainingsaufwands und des Sports auch in der Schule Gas gibt.

Hanspeter Ackermann

Lehrer

Schule: Schulkreis Schützenmatt Solothurn
Funktion: Klassenlehrer TFK

1. Was schätzen Sie an dem Lehrmodell der Academy besonders? Wo liegen Ihrer Meinung nach die Stärken und die Vorteile zu privaten Sportschulen?

Die Sports Academy als Dachmarke bietet unserer Schule die enge Zusammenarbeit mit den Vereinen und neue Kontakte im Ausbildungsbereich für spitzenportfreundliche Lehrbetriebe.Die TFK ist die einzige öffentliche Schule der SEK 1 Stufe im Kanton Solothurn, in der sich talentierte Jugendliche vermehrt ihrem Talentbereich widmen können und in der Schule und Unterricht an die Mehrbelastung der jugendlichen SportlerInnen bzw. jugendlichen Talente im musischen Bereich angepasst sind.
Vorteile gegenüber privaten Sportschulen sind sicher, dass sich die Schule in der Nähe der Wohnorte der SchülerInnen befindet und dass die Schulkosten nicht von den Eltern getragen werden müssen. Der Stoffplan entspricht den öffentlichen Schulen und trotz reduzierter Lektionsanzahl erreichen die SuS der Talentklassen die Lehrplan-Lernziele.

Was sind die grössten Herausforderungen der Schüler? Und wie können Sie sie am allerbesten unterstützen?

Eine grosse Herausforderung ist das Zeitmanagement «Schule-Training-Freizeit». Daher sind wir bemüht die jungen Talente in der Planung zu unterstützen und offen für Anliegen bezüglich Trainings-/ Wettkampfabwesenheiten. Mit unseren BSF-Lektionen (bedarfsorientierte Stütz- und Förderungslektionen) können wir mögliche Rückstände und Abwesenheiten auffangen.

Was wollen Sie als Netzwerk in Zukunft noch besser machen?

Wir entwickeln die Schule ständig weiter und versuchen somit, Lösungen auf neue Herausforderungen zu finden. Insgesamt können sich sicherlich die einzelnen Bereiche der Academy – Trainingszentren, Trainer, Schulen – in Zukunft noch besser vernetzen.

Über welche Erfolge/Erfahrungen haben Sie sich besonders gefreut?

  • Dass SchülerInnen der ersten Talentförderklasse bereits Sportlerlehren antreten konnten und gemäss Rückmeldungen sowohl in der Lehre als auch im Sport voll Fuss fassen konnten.
  • Zwei Talente schafften den schwierigen Übertritt in die Kantonsschule bereits in der 8. Klasse und dies trotz deutlich geringerer Lektionsanzahl im Vergleich zu den Regelklassen.
  • Und dann natürlich alle sportlichen Erfolge, wie zum Beispiel Titel an Schweizermeisterschaften, oder wenn Fussballern der Schritt zu einem Super League Verein gelingt oder Biker zur Jugend EM fahren.

Warum ist es so wichtig, dass es die Academy gibt? Wo sehen Sie Ihre wichtigste Aufgabe?

Koordination zwischen den Sportpartnern und Schulen, politisches Engagement für besseren Stellenwert des Sports und der Sportschulen in unserer Region. Es ist wichtig, dass es eine Institution gibt, die sich dieser Themen annimmt.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Sie?

Spitzenleistungen im Sport sind einerseits mit grossen körperlichen Anstrengungen in Training und Wettkampf und anderseits in jedem Fall auch mit entsprechendem Kopfeinsatz (Planung und Durchführung des Trainings, der Taktik, mentale Verfassung) verbunden. Deshalb geht Spitzensport ohne Köpfchen gar nicht! Ein Spitzensportler muss auch ¨köpfchenmässig“ absolut fit sein.

Tim Altermatt

Schüler

Alter: 15 Jahre
Wohnort: Selzach
Schule I Klasse: Schützenmatt I TFK 14
Sportart: Fussball
Bisherige Erfolge: 5. Platz am Nike Cup in Zürich; Wechsel vom Breitenfussball in den Stamm einer U-Mannschaft

Warum hast Du Dich für eine Sportklasse entschieden?

Ich wollte mehr Zeit in meine Leidenschaft investieren.

Wie sieht Deine Woche aus? Wann trainierst Du, wann gehst Du zur Schule?

Die ist gut durchgetaktet.

Montags: Schule und am Abend Training. Dienstags: Morgens zwei Schullektionen, danach Morgentraining und dann zurück in die Schule. Am Abend wieder Training. Mittwochs: Stürmertraining, mit anschliessendem Teamtraining. Donnerstags: Zwei Schullektionen, Morgentraining und wieder Schule. Am Abend habe ich frei. Freitags: Schule und am Abend noch ein Abschlusstraining

Was sind Deine grössten Herausforderungen im Alltag? Und wer hilft Dir dabei, diese zu bewältigen?

Die grösste Herausforderung ist die Logistik. Immer den richtigen Zug zu erwischen und pünktlich beim Training zu erscheinen. Schwierigkeiten bereitet mir auch, immer saubere Kleider und trockene Fussballschuhe zu haben. Ohne Unterstützung meiner Eltern und manchmal auch meiner kleinen Schwester könnte ich diesen anspruchsvollen Alltag niemals bewältigen.

Welche Vorteile/Hilfestellungen und Trainingsangebote geniesst Du besonders?

Ich kann an zwei Tagen am Morgen für 1h 45min noch zusätzlich trainieren und darf noch jeden Mittwoch für 1h das Stürmertraining mit unserem erfahrenen Cheftrainer Hanspeter «Bidu» Zaugg, besuchen.

Was ist Dein sportlicher Traum?

Ich träume davon, in einen Super League Kader aufgenommen zu werden.

Was machst Du, wenn Du mit der Schule fertig bist?

Ich werde für ein Jahr nach Lausanne zur Schule gehen und dort auch auf Leistungsportebene weiterspielen. Probetrainings beim FC Lausanne und Echallends sind bereits vereinbart.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Für mich bedeutet das die Verbindung von Schule und Spitzensport. Dies bietet mir die Talentförderklasse und unterstützt mich optimal auf schulischer und sportlicher Ebene.

Michelle Zahler

Schülerin

Alter: 17
Wohnort: Grenchen
Schule I Klasse: KSSO I W14s
Sportart: Fussball
Bisherige Erfolge: 2. Rang U-16-Turnier in Luzern, Nati B Final Futsal Masters

Warum hast Du Dich für eine Sportklasse entschieden?

Um Schule und Sport unter einen Hut zu bringen. Wäre ich in eine «normale» Klasse gegangen, hätten entweder Schule oder Sport leiden müssen.

Wie sieht Deine Woche aus? Wann trainierst Du, wann gehst Du zur Schule?

Ich trainiere viermal abends mit meinem Team und zweimal am Morgen individuell. Dazu kommen Spiele und Turniere am Wochenende.

Was sind Deine grössten Herausforderungen im Alltag? Und wer hilft Dir dabei, diese zu bewältigen?

Eine gute Organisation beizubehalten und zum Teil die Wege zwischen zu Hause, Schule und Trainingsort zu meistern. Meine Eltern fahren mich regelmässig ins Training.

Welche Vorteile/Hilfestellungen und Trainingsangebote geniesst Du besonders?

Die drei Morgenfester in der Schule für Morgentrainings, die ich sonst nicht durchführen könnte.

Was ist Dein sportlicher Traum?

Ein Engagement in der deutschen Frauenbundesliga.

Was machst Du, wenn Du mit der Schule fertig bist?

Wenn ich mit der Schule fertig bin, möchte ich in der Nationalliga A in der Schweiz spielen. Gleichzeitig möchte ich mit einem Studium beginnen, da man vom Frauenfussball allein nicht leben kann.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Eine gute Organisation zu haben; dazu gehört vor allem, die Tage und Wochen so zu planen, dass die Zeit optimal genutzt werden kann.

Konstantin Satushev

Schüler

Alter: 17
Wohnort: Solothurn
Schule I Klasse: KSSO I W14s
Sportart: Schwimmen
Bisherige Erfolge: B-Final Offene Schweizermeisterschaft

Warum hast Du Dich für eine Sportklasse entschieden?

Weil ich Schule und Sport optimal miteinander verbinden möchte.

Wie sieht Deine Woche aus? Wann trainierst Du, wann gehst Du zur Schule?

Tägliches Training; in der Woche rund 20 Stunden. Am Wochenende Wettkämpfe.

Was sind Deine grössten Herausforderungen im Alltag? Und wer hilft Dir dabei, diese zu bewältigen?

Die Suche nach Motivation. Ich bewältige das Meiste selbständig

Welche Vorteile/Hilfestellungen und Trainingsangebote geniesst Du besonders?

Das Morgentraining ist eine gute Sache.

Was ist Dein sportlicher Traum?

Ich möchte an internationalen Wettkämpfen teilnehmen.

Was machst Du, wenn Du mit der Schule fertig bist?

Ich werde weiter Sport betreiben und die Uni besuchen.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Die Sport- und Kulturklasse an der Kanti ist ein sehr gutes Beispiel dafür.

Reto Burki

Inhaber & Ausbilder

Unternehmen: Tropical Bike & Fun Shop AG
Funktion: Inhaber & Ausbilder

Warum so sportbegeistert? Warum und seit wann bietet Ihr spezielle Lehrstellen für Nachwuchstalente an?

Die Entwicklung junger Athleten liegt uns seit Jahren am Herzen. Durch die Schaffung einer speziellen Lehrstelle für einen Sportler ergab sich die Möglichkeit, dieses Engagement noch auszubauen.

Unterscheiden sich Leistungssportler von anderen Auszubildenden?

Wir unterscheiden bewusst nicht zwischen den Lehrlingen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen.

Warum sollten noch viel mehr Betriebe bei dem Programm mitmachen? Wie würdet Ihr Eure Mehrwerte beschreiben?

Jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten ihren Sport professioneller ausüben zu können, lohnt sich immer!

Worauf kommt es Euch in einer Bewerbung an? Irgendwelche Tipps?

Für uns ist vor allem der Fokus auf den Spitzensport wichtig. Wir wollen vor allem stark involvierten Talenten eine Sportlerlehrstelle ermöglichen.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Ich richte meinen ganzen Fokus auf das Ziel.

Niklas Temperli

Auszubildender zum Kaufmann

Alter: 18 Jahre
Wohnort: Hittnau
Arbeitgeber: Transa Backpacking AG
Sportart: Radsport (Strasse/Bahn)
Bisherige Erfolge: Elite-Qualifikation als Strassenfahrer

Warum hast Du Dich für diese Ausbildung entschieden?

Ich möchte gerne Radprofi werden. Diese Ausbildung gibt mir genügend Zeit, um zu trainieren und mich zu erholen. So komme ich meinem Ziel näher.

Was gefällt Dir an Deiner Lehrstelle besonders gut?

Die flexiblen Arbeitszeiten, so dass ich Ausbildung und Sport gut unter einen Hut bringe.

Wie sieht bei Dir eine ganz normale Woche aus?

Am Morgen gehe ich zur Arbeit und am Nachmittag trainiere ich. Am Wochenende habe ich dann meistens einen Wettkampf oder weitere Trainings.

Was ist für Dich die grösste Herausforderung?

Wenn es in der Schule oder im Sport einmal schlecht läuft, mich wieder neu zu fokussieren.

Was macht für Dich einen leistungssportfreundlichen Betrieb aus?

Ein Betrieb, der einem entgegenkommt und die Situation versteht, in der man als Leistungssportler steckt.

Welche konkrete Unterstützung erhältst Du durch die Sports Academy?

Im Winter profitiere ich von den Trainings am Dienstagmorgen.

Was rätst Du einem Sportler/einer Sportlerin für die Lehrstellensuche?

Beschreibe Deine Situation! So ist von Anfang an klar, was Du brauchst und es gibt keine Missverständnisse.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Neben dem Sport ein zweites Standbein zu haben.

Ursin Spescha

Auszubildender zum Kaufmann

Alter: 19 Jahre
Wohnort: Sevgein
Arbeitgeber: Tropical Bike & Fun Shop AG
Sportart: Mountainbike
Bisherige Erfolge: 3. Platz Schweizermeisterschaft; 3. Platz Juniorenweltcup in London

Was gefällt Dir an Deiner Lehrstelle besonders gut?

Mir gefällt es, dass ich neben dem Sport noch eine praktische Tätigkeit habe. Dazu kommt, dass meine Lehre körperlich nicht anstrengend ist und ich so genügend Energie für die Trainings aufbringen kann.

Wie sieht bei Dir eine ganz normale Woche aus?

Ich trainiere sechs Mal die Woche – am Freitag habe ich Ruhetag. Dienstags und donnerstags zweimal pro Tag. Am Wochenende finden dann meist Wettkämpfe statt oder ansonsten lange Trainingseinheiten. Zwischen den Trainings arbeite ich so viel wie möglich im Geschäft. Meistens sind dies rund 26 Stunden pro Woche.

Was ist für Dich die grösste Herausforderung?

Im Moment mache ich ein Praktikum und besuche nur noch am Freitagnachmittag die Schule. Dies bedeutet, dass ich mich auf drei Sachen konzentrieren muss – Arbeit, Schule und Sport.

Was macht für Dich einen leistungssportfreundlichen Betrieb aus?

Es ist wichtig, dass der Sportler dann trainieren kann, wenn es für ihn stimmt. Dies hat mit dem Wetter, mit Trainingseinheiten, usw. zu tun. Der Betrieb muss die notwendige Flexibilität mitbringen und ein Verständnis für Sport haben.

Welche konkrete Unterstützung erhälst Du durch die Sports Academy?

Durch die Sports Academy kann ich im Winter auf der Bahn trainieren und während des ganzen Jahres den Kraftraum in Zuchwil benutzen. Dies sind zwei sehr grosse und wichtige Voraussetzungen für mich.

Was rätst Du einem Sportler/einer Sportlerin für die Lehrstellensuche?

Man muss schauen, dass man die benötigte Unterstützung des Lehrbetriebs erhält. Der Lehrbetrieb sollte selber Freude am Sport haben und dem Sportler die Möglichkeit geben den Tag möglichst frei einzuteilen.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Dich?

Selbstmanagement, hartes Training, guter Ausgleich, die richtigen Menschen um sich und ein tolles Familienumfeld.

 

Othmar Brunner

Lehrer

Schule: Schulkreis Schützenmatt Solothurn
Funktion: Klassenlehrer

Was schätzen Sie am Lehrmodell der Academy besonders? Wo liegen Ihrer Meinung nach die Stärken? Wo liegen Vorteile zu privaten Sportschulen?

Motivation, Disziplin und Ehrgeiz ergeben einen ganz speziellen Spirit. Diesen schätze ich besonders an den TFK. Die reduzierte Stundentafel mit dem kompakten Stundenplan schafft Freiräume für Trainings. Die Lernenden können dank den BSF-Lektionen (bedarfsorientierter Stütz- und Förderunterricht) oder individuellen Coachings (learn and earn) gezielt schulische Defizite aufholen oder bei der Förderung von besonderen Begabungen unterstützt werden.

Was sind die größten Herausforderungen der Schüler? Und wie können Sie am allerbesten unterstützen?

Eine sehr grosse Herausforderung ist die Logistik. Schule, Privatleben und Sport unter einen Hut zu bringen ist nicht immer einfach. Die Bereitstellung des Schulstoffes in digitaler Form, so dass die Lernenden mit ihren iPads orts- und zeitunabhängig arbeiten können, ist eine entscheidende Unterstützung von Seiten der Lehrpersonen.

Was wollen Sie als Netzwerk in Zukunft noch besser machen?

Die Zusammenarbeit zwischen den Sportpartnern und der Talentförderklasse transparenter gestalten und somit stärken.

Über welche Erfolge/Erfahrungen haben Sie sich besonders gefreut?

Ich freue mich immer wieder, wenn unsere jungen Talente in nationale Kader kommen, an Sportlerehrungen geehrt werden oder Kulturpreise in der Nachwuchsförderung erhalten. Also, wenn die Anerkennung dieser besonderen Leistungen auch in die Gesellschaft getragen wird.

Warum ist es so wichtig, dass es die Academy gibt? Wo sehen Sie Ihre wichtigste Aufgabe?

Die Sports Academy sehe ich als wichtige Koordinationsstelle zwischen den Athleten mit ihren Eltern, den Sportpartnern, den Schulen sowie der Privatwirtschaft, damit Synergien sinnvoll und gewinnbringend genutzt werden können.

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für Sie?

«Spitzensport mit Köpfchen» heisst für mich, das „Big Picture“ nicht aus den Augen zu verlieren. Sport besteht nicht nur aus Leistungen. Gesundheit, Wachstum, Lebensumstände, Schule/Bildung/Beruf in Einklang mit sportlich zufriedenstellenden Leistungen zu bringen braucht viel Geduld, Disziplin, Ehrgeiz und vor allem Spass.